Online unsichtbar? Warum KI viele Unternehmen nicht findet
Wer als Unternehmen heute online gefunden werden will, kann sich nicht mehr nur auf Google verlassen. Klar, Suchmaschinen spielen weiterhin eine Rolle. Aber sie sind längst nicht mehr der einzige Ort, an dem Menschen nach Informationen, Produkten oder Dienstleistungen suchen.
Die digitale Suchlandschaft hat sich verändert. Und mit ihr die Spielregeln für die Sichtbarkeit von Marken.
Früher war alles einfacher
Vor nicht allzu langer Zeit war Google der erste Anlaufpunkt für jede Suche. Eine Frage eingeben, auf einen Link klicken, fertig.
Heute sieht das oft anders aus: Antworten erscheinen direkt in der Suche, in KI-Boxen oder als Video auf Social Media – oft ganz ohne Klick auf eine Website. Dieses Verhalten wird als Zero-Click Search bezeichnet.
Für Unternehmen heißt das: Sichtbarkeit entsteht nicht mehr nur durch Traffic, sondern zunehmend durch Präsenz. Wer sichtbar sein will, muss dort auftauchen, wo nach Antworten gesucht wird.
Die Suche findet heute an vielen Orten statt
Viele Menschen starten ihre Suche inzwischen nicht mehr bei klassischen Suchmaschinen. Stattdessen nutzen sie Plattformen wie TikTok, YouTube oder Instagram – vor allem dann, wenn sie Inspiration suchen, Produkte vergleichen oder sich etwas erklären lassen wollen.
Gerade visuelle Inhalte spielen dabei eine große Rolle. Kurze Videos, Tutorials und Erfahrungsberichte liefern schnelle Orientierung und wirken oft vertrauenswürdiger als lange Textseiten. Die digitale Suche ist damit nicht verschwunden – sie hat sich nur auf mehrere Kanäle und Formate verteilt.
KI liefert Antworten und verändert Erwartungen
Künstliche Intelligenz verstärkt diese Entwicklung. KI-Chats und Suchfunktionen liefern direkte, verständliche Antworten in natürlicher Sprache. Gerade jüngere Zielgruppen nutzen diese Angebote bereits regelmäßig für ihre Recherche.
Dies verändert auch die Erwartung an die Inhalte deutlich: Nutzer*innen wollen schnelle, klare Informationen, ohne Umwege.
Lange Texte ohne Mehrwert? Werden direkt übersprungen.
Was heißt das für Ihr Marketing?
Klassische Suchmaschinenoptimierung bleibt wichtig, reicht aber allein nicht mehr aus. Heute geht es weniger darum, möglichst viele Keywords unterzubringen, sondern darum, echte Fragen zu beantworten.
Inhalte müssen:
klar strukturiert sein
verständlich formuliert sein
echten Mehrwert bieten
Gleichzeitig sollten Unternehmen ihre Sichtbarkeit breiter denken. Website, Social Media und Inhalte für KI-gestützte Suche greifen heute ineinander. Inhalte wirken nicht mehr isoliert, sondern als Teil eines gesamten Ökosystems.
Sichtbarkeit neu denken
Digitale Sichtbarkeit bedeutet heute nicht mehr automatisch „Platz 1 bei Google“, sondern:
dort präsent sein, wo gesucht wird
Inhalte liefern, die wirklich helfen
Vertrauen aufbauen – über mehrere Kanäle hinweg
Wer das schafft, bleibt auch in einer fragmentierten Suchlandschaft relevant.
Unser Fazit
Die Suche verändert sich – und mit ihr die Anforderungen an Marketing und Kommunikation. The good news is: Sichtbarkeit in Zeiten von KI und neuer Suche ist kein Zufall. Mit der richtigen Strategie können Unternehmen gezielt dafür sorgen, weiterhin präsent und relevant zu bleiben.
Im nächsten Blogartikel zeigen wir Ihnen deshalb ganz konkret, was Ihr Unternehmen jetzt tun kann – inklusive einer kompakten Checkliste mit praktischen Maßnahmen für mehr Online-Sichtbarkeit und Relevanz in der KI-geprägten Suchlandschaft.
Quellen
https://piamedia.com/de/knowledge/whitepaper-quo-vadis-search/
https://www.sistrix.de/frag-sistrix/seo-grundlagen/google/zero-click-search/
https://mediaavataarme.com/media-avataar-insights/28512/the-search-before-the-search-how-social-and-video-are-changing-search/
https://www.welt.de/article692032aa52711a01b9dd4ef0
https://www.cleversearch.ai/blog/the-search-shift-guide-2025